Unsere Antworten der offenen Fragen

Antworten der FDP Wartenberg zu den offenen Publikumsfragen während der
Podiumsdiskussion

Die FDP Wartenberg hat sich beim jüngsten Stammtischtreffen nochmals intensiv mit den Publikumsfragen aus der Podiumsdiskussion beschäftigt. In der Runde um Bürgermeisterkandidat Josef Samitz wurden die Themen Verkehr, Freizeitmöglichkeiten,
Gewerbe, Senioren, ärztliche Versorgung sowie Flächenverbrauch besprochen.

Eine Lösung für das Verkehrsproblem an der Kreuzung Marktplatz - Strogenstraße könnte eine überfahrbarer Kreisverkehr sein. Für diesen wird weniger Platz benötigt und hat sich in anderen Ortschaften im Landkreis bereits bewährt.
Um den innerörtlichen Verkehr zu entlasten stellen sich die FDP-Kandidaten einen Gemeindebus vor. Dieser verbindet im Pendelverkehr das Ortszentrum und Siedlungsgebiete mit den Ortsteilen Thenn, Manhartsdorf, Pesenlern und Auerbach. Der Bus bringt die Einwohner gezielt zu den Supermärkten oder den Arztpraxen. So wird das Auto für eine Fahrt zur Arbeitsstelle, zum Einkaufscenter oder Arzt überflüssig und auch die Parkplatznot entspannt sich.

Hinsichtlich der Freizeitmöglichkeiten wiesen die Stammtischteilnehmer auf die dichte Vereinstruktur hin. Die Marktgemeinde unterstützt die Vereine mit Investitionshilfen. Um alle Möglichkeiten anzubieten, kann sich Rosmarie Neumeier-Korn einen Neubürgertag vorstellen. Hier können sich die Vereine und ihre Abteilungen präsentieren. Dringend nötig sind attraktive Aufenthaltsorte für Senioren wie Kegeltreffs, Freiluftschach oder Bocciaplatz.

Darüber hinaus setzt sich die FDP für „Mehr Markt in die Gemeinde“ ein. Die Akteure stellen sich einen Samstagsmarkt vor. Regionale Anbieter und ein abwechslungsreiches Angebot an Finger-Streetfood-Ständen könnten den Markt beleben.
Die Schaffung einer zentrumsnahen „grünen Lunge Wartenbergs“ liegt Samitz am Herzen. Er kann sich eine Umgestaltung des derzeit brachliegenden alten Fußballplatzes vorstellen. Die Planung muss in Absprache und im Miteinander der Grundstückseigentümer erfolgen. Die Idee ist, das Gelände mit heimischen Gewächsen wie Wildkirschen, Apfelbäumen, Pflaumenbäumen etc. in parkähnlicher, pflegeleichter
Anordnung mit Ruhebänken zu gestalten.

Christian Korn ist eine leistungsfähige Internetanbindung wichtig. Das Arbeiten von zu Hause, das so genannte Home Office, spielt für Selbstständige wie Arbeitnehmer eine zunehmend wichtigere Rolle. Dies ist zuweilen Voraussetzung für Firmenneugründungen. Auch sei zu prüfen, ob der Gewerbesteuersatz für Start-up-Unternehmen in den ersten Jahren gesenkt werden kann. Hier war sich die Runde einig:
Für die anstehenden Projekte in Wartenberg benötigt die Gemeinde die Einnahmen aus dem Gewerbe.

Die FDP-Senioren Claus Möller und Erich Hertle machten auf Altersarmut und Vereinsamung von Senioren aufmerksam. Für ein seniorengerechtes Wohnen in Wartenberg gab es einige Ideen wie das „Wohnen plus“. Hier solle Wohnen mit Serviceleistungen und 24 Stunden Hausnotruf angeboten werden. Oder das bekannte „Betreute Wohnen“ für noch selbstständige Senioren in 1-2-Zimmer Appartements. Aber auch eine Hospizinsel für Jung und Alt und eine Einrichtung mit Demenz-Schwerpunkt in Wartenberg können sich Möller und Hertle vorstellen.

Prinzipiell wird eine steigende Zahl von Seniorenhaushalten aufgrund der steigenden Lebenserwartung verzeichnet. Senioren sollen in Wartenberg so lang wie möglich selbstbestimmt wohnen und leben. Wenn dann mal Hilfe nötig ist sollte das im vertrauten Umfeld stattfinden. Hier verwies Stefan Huber auf Mehrgenerationenhäuser. Er selbst hat das elterliche Wohnhaus aufgestockt, um zusammen mit Großeltern und Kinder unter einen Dach zu leben. Neue Baugebiete und Wohnanlagen sollten darauf Rücksicht nehmen. Immer populärer wird auch eine Wohnungstauschbörse. Hier tauschen Senioren ihr zu groß gewordenes Haus mit jungen Familien gegen deren Wohnung.

Ein weiteres Anliegen Hubers ist die ärztliche Versorgung. In den Bürgerversammlungen 2017 und 2018 hatte er bereits auf die Unterversorgung hingewiesen und Anträge für ein kommunales Ärztezentrum gestellt. Statt sich intensiv mit dem Thema zu beschäftigen, wurden die Anträge einstimmig im Marktrat vom Tisch gewischt. Nun haben sich viele Listen dies zum Wahlkampfthema gemacht. Für die FDP ist ein attraktiver Praxisstandort unablässig (keine Modullösung!). Aber auch eine Zusammenarbeit mit der Klinik sei denkbar.

Um die Flächenbebauung zu reduzieren wird von allen Seiten ein moderates Wachstum gefordert. Auch hier möchte die FDP neue Wege gehen. So kann sich Neumeier-Korn neben bekannten Modellen für Einfamilien- und Reihenhäuser auch ein Einheimischenmodell in Form von Wohnungen oder Geschosswohnungsbau vorstellen. Dies sollte in Zusammenarbeit mit einem Bauträger geschehen. Einheimischen erhielten
ein Vorkaufsrecht und günstigere Quadratmeterpreise. In den Siedlungsgebieten der sechziger- und siebziger Jahren sollte die Aufstockung oder Erweiterung von Häusern wie zum Beispiel am Höhenring unterstützt werden. So wird das Ortsbild weniger
beeinträchtigt als wenn alte Einfamilienhäuser durch Wohnblöcke ersetzt werden.